Neckarwyoming Model Magic
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1:32 REVELL Messerschmitt Bf 109 G-6

Ich habe mich spontan auch mal an die Revell 109 gewagt und muss sagen: ein toller Bausatz! Erst recht, wenn man sich den im Vergleich zu den Mitbewerbern, sehr günstigen Verkaufspreis anschaut.

Fast alle Details wurden sehr gut getroffen. Wenngleich die Formenbauer manchmal etwas eigenwillige Ideen haben. (Wie zum Beispiel im Falle der Cockpitverglasung bei der 32er Arado 196) Wieso die rückwärtige Spinnerplatte in der Mitte der Propelleröffnungen geteilt werden musste, wissen nur die Götter. Die 4 kleinen Lufthutzen an der Motorhaube (zwei an jeder Seite), haben zwar auf der Innenseite entsprechende Vertiefungen, treffen aber leider nicht die entsprechende Stelle der Hutzenöffnung. Bleibt dem Modellbauer nur die Öffnung selber aufbohren. Die Erla Haube ist im hinteren Bereich etwas dick geraten. Die Ledermanschette um das Spornradfederbein wurde uns vorenthalten. Auch ergibt sich hier die Frage, wie bringe ich die Federbeinschere an.

Aber genug der Nörgelei!

Durch die Aufteilung der Form, lassen sich nahezu alle Bf109 G-6 Modelle bauen.

Man sollte sich allerdings in der entsprechenden Literatur genau anschauen, welche Untervariante man darstellen möchte. Nicht benötigte eingravierte Deckel müssen entsprechend den Vorbildfotos zugespachtelt werden. Hier lässt uns die Revell Bauanleitung etwas im Dunkeln tappen. Aber hey..., selber recherchieren macht doch auch Spass!

In diesem Sinne...

PS: Ich habe mal das Makro Objektiv vor die Kamera geschraubt und mir die Ruderflächen näher angeschaut. Wow! Man kann sogar die Zackenstruktur der Stoffbahnenverstärkung über den Rippen erkennen. Chapeau Revell!

 

Inzwischen habe ich noch eine Revell 109 angefangen.

Diese hat etwas mehr Sinkstellen und Überspritzungen, speziell an den Propellerblättern und Fahrwerksbeinen. Auch konnte ich ein paar Bauideen verifizieren. So habe ich z.B. den an den beiden Rumpfhälften angespritzten Motorhaubenrahmen entfernt. Durch diese Maßnahme lässt sich das Teil mit den MG´s wesentlich besser einpassen.

Bei den Ruderscharnieren habe ich die querlaufenden Teile entfernt. Nun lassen sich die Ruder nachträglich anbringen. (Wer braucht schon bewegliche Ruder?)

In meinem Eifer hatte ich vergessen die Auspuffleisten einzufügen, daher habe ich kurzerhand einen Ausschnitt in das Rumpfvorderteil geschnitten. So konnte ich das Malheur noch beseitigen. (Nobody is perfect)

Hier zum Vergleich eine 32er Hasegawa Bf 109 G6.

Diese hat zwar etwas weniger Details, lässt sich aber dafür wesentlich schneller bauen. Unterschiede zeigen sich in der Rumpflänge. Revell ist hier geringfügig länger, was bei den gebauten Modellen aber kaum auffällt. Deutlichere Unterschiede sind an der Oberseite der Motorhaube erkennbar. So ist diese bei der Hasegawa 109 (weisser Spinner) deutlich runder, die Beulen sind ausgeprägter und der Abstand zwischen den MG´s ist grösser.

Wer nun näher am Original liegt, konnte ich noch nicht herausfinden. Die zeitgenössischen Fotos, welche über den Spinner hinweg in Richtung Frontscheibe gemacht wurden, lassen aufgrund der Verzeichnung keine eindeutige Aussage zu. Bei der nächsten Airshow werde ich mich mal mit einem Maßband auf die Motorhaube setzen.

Bis dahin: Weiterbasteln. Im Prinzip bauen wir, egal wie sehr wir uns anstrengen, halt nur Abbilder der Originale!

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© Dieter Bihlmaier

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