Neckarwyoming Model Magic
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1:32 REVELL He-219 UHU

Nachdem nun schon so vieles über Fehler an der Revell 219 geschrieben wurde,

gebe ich eben auch noch meinen Senf dazu.

Gleich vorneweg: Man kann direkt aus der Schachtel ein sehr schönes Modell bauen.

Die Passform der Teile ist sehr gut. Die Oberflächenstruktur ist dezent, kein "Mad Riveter"

wie bei dem einen oder anderen chinesischen Hersteller.

Das ist mir grundsätzlich lieber, da so jeder, wenn er möchte mit seiner "Rosie" seine

eigenen Nietenreihen gestalten kann.

Grundsätzlich kann man bei nahezu allen am Markt erhältlichen Modellen den einen oder anderen Fehler entdecken. Es kommt aber immer darauf an, wie prominent dieser in Erscheinung tritt.

Nachfolgend habe ich ein paar Vorschläge, wie man mit relativ wenig Aufwand das Revell Modell mehr oder weniger deutlich verbessern kann.

Die Pfeile zeigen die "neuralgischen" Punkte.

Punkt 1

Die erste sichtbare Verbesserung erreicht man durch abschleifen des Propellerblattschaftes.

Zeitaufwand für beide Props ca.20min.

Punkt 2

Die unteren Seitenleitwerkflächen laufen von vorne betrachtet im Original nicht spitz zu.

Durch einfügen von etwas Plastiksheet vor dem zusammenkleben der beiden Leitwerksteile

und anschließendem verschleifen, lässt sich auch dieser Fehler leicht beheben.

Wenn die ganze Aktion mit Cyanacrylat durchgeführt wird, beläuft sich der Zeitaufwand auf ca.30min.

Punkt 3

Um das Heck der Maschine vorbildgerecht tiefer zu bekommen, sollten die Federbeine des Hauptfahrwerkes etwas gekürzt werden.

Punkt 4

Wenn ich mich auf ein Zurüstteil festlegen müßte, würde ich die Kühlerklappen von BARRACUDA verbauen. In diesem Bereich sind die Revell Gravuren etwas flach.

Außerdem sind die Klappen am Boden in der Regel offen.

Punkt 5

Bei genauem Studium der Vorbildfotos, kann man erkennen, daß die Motoren von der Seite betrachtet leicht nach vorne unten geneigt sind.

Auch dies lässt sich relativ einfach bewerkstelligen, indem man die vorderen senkrechten Schlitze nach unten verlängert. Die horizontalen Schlitze werden von hinten nach vorne zunehmend nach unten verbreitert. Desgleichen müssen die vorderen Flügelspante oben um 2mm abgenommen werden. Nun können die Tragflächen in einem Winkel von 2-3° nach vorne unten geneigt eingebaut werden.

Dadurch wird auch der Fehler der Motorsteiße, welche mehr nach oben zeigen müssten, leicht korrigiert. Nichtsdestotrotz der Fehler liegt eher darin, daß die Revell UHU zu wenig "Fleisch" über der Fläche im hinteren Gondelbereich hat. (siehe Original Seitenansicht oben)

Punkt 6

Zum Schluß noch eine Kleinigkeit, welche aber eher schwierig zu beheben ist.

Der hintere Unterrumpf macht bei Revell eine leichte Kurve. Er sollte aber gerade sein.

Dadurch wirkt der Rumpf unter dem Höhenleitwerk etwas zu füllig.

Nachfolgend der Baufortschritt meiner 219.

Hier noch ein paar ausgewählte Originalfotos.

Beim genauerem betrachten der Bilder wird mir der eine oder andere Kollege bezüglich der Korrekturpunkte zustimmen.

Wie gesagt, es kommt immer darauf an, wie eng man das Ganze sieht.

Bei allen gebauten Modellen gilt für mich, wenn das Finish (Bemalung,Alterung etc.) stimmig ist, kann selbst ein nicht gesupertes Modell überzeugen.

...und wie schon eingangs erwähnt:

Das Revell Modell ist auch aus der Box gebaut ein tolles Modell!

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